Überlebenshilfe

Wir sind seit Anfang des Bürgerkrieges (Dezember 2013) in der Region Melut in der Soforthilfe für Flüchtlinge tätig. Unser Dorfentwicklungsprogramm musste in der Akutsituation reduziert werden.

 

Am 19. Mai 2015 schossen drei Schiffe mit hunderten Rebellen und schwerem Kriegsgerät an Bord die Dörfer, in denen wir tätig sind, in Brand. Die Bevölkerung konnte fliehen und befindet sich im Inland, in KhorAdar. Die Schiffe erreichten Melut und verursachten auch dort eine Massenflucht nach Osten, nach Paloich, das wegen der Ölanlagen vom Militär schwer bewacht ist. Melut wurde schwer beschädigt und geplündert. Auch dort wurde das Haus der Direktorin von MiakWadang mit viel Material der Organisation geplündert.

 

Alle anderen Hilfsorganisationen haben Melut verlassen. Mary Ruun hat Sofortmaßnahmen eingeleitet mit der Verteilung von

40 Tonnen Getreide und 500 Planen für Notunterkünfte sowie 1000 Moskitonetzen und koordiniert Hilfsaktionen im Gebiet seit Beginn der Kämpfe mit nur einer eintägigen Unterbrechung.

 

Die Situation ist weiter instabil mit Beschuss der Rebellen vom Westufer des Nils, sodass an einen Wiederaufbau der Dörfer zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken ist. Die Situation ist besonders kritisch, da neben Hunger die Bevölkerung auch von der einsetzenden Regenzeit betroffen ist und besonders die Kinder leicht an Lungenentzündung und Malaria erkranken.

Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um zu helfen, Verbindungen im Land werden genützt, der Ölminister hat freien Transport von Getreide zugesagt und wir können Hilfsgüter per Flugzeug in den Cargomaschinen der Ölgesellschaft transportieren. Kontakte haben Getreide in Renk, der nördlichsten Stadt, für MiakWadang zu einem guten Preis gesichert. Ashwil und Lual Ruun bilden Versorgungsbasis in der Hauptstadt Juba. Geldüberweisungen sind an die kenyanische Bank möglich. Der Commissioner von Melut hat Mary Ruun zur Zusammenarbeit eingeladen, sie organisiert Hilfsmaßnahmen mit ihm und dokumentiert mit anderen Frauen die materiellen Schäden und die Todesfälle in Melut.

Herzlichen Dank an alle Spender, die sich in dieser Notsituation schon an der Soforthilfe beteiligt haben. Sehr ermutigend. Danke. Das stärkt das Team in seiner ohnehin schon sehr schwierigen Arbeit vor Ort, bei dem sie Gesundheit und .. ja .. auch Leben riskieren. Wir versuchen im Land Hilfsmittel von großen Organisationen zu bekommen, wo das nicht möglich ist, müssen wir Spendengelder einsetzen. Danke, wenn auch Sie sich in eine Überlebensgeschichte einklinken .

"Vergelt's Gott".

 

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