Freiwillige Helfer/innen in Miakwadang

Anna Wiesinger

Da ich im selben Jahr meine Reifeprüfung abgelegt habe, war es meiner Meinung nach auch meine Pflicht, Reife zu zeigen: Beweisen zu können, dass ich, obwohl im Zeichen einer kapitalistischen und materialistischen Welt aufgewachsen, auch kleine Dinge zu schätzen weiß. Dankbar zu sein, für klares, reines Wasser und tägliche Mahlzeiten, die bei uns, anders als in Afrika, als selbstverständlich angesehen werden. Ich will meinem Platz in der Welt gerecht werden. Ich will einen weisenden Schritt in eine Richtung gehen, die für viele längst verloren scheint. Ich will den Menschen helfen, die Hilfe verdienen, indem ich versuche ihnen meine Selbstverständlichkeit zu überreichen.


Katrin Wiesinger

Meine Freizeit verbringe ich gerne sportlich in der Natur oder mit meinen Freunden. Menschen zu helfen, die täglich ums nackte Überleben kämpfen und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind, war schon immer ein Wunsch von mir. Mir ist es wichtig meine pädagogischen Fähigkeiten dort einzusetzen, wo sie am nötigsten gebraucht werden und dies ist für mich Afrika. Ich habe von diesem Kontinent sehr viel gelernt und konnte die Erfahrungen mit nach Hause nehmen, die Werte in unserer materialistischen Welt wieder mehr zu schätzen.


Andras Achleitner

Vor meinem Studium (Internationale Betriebswirtschaft an der WU Wien) durfte ich ein sehr schönes und interessantes Jahr als Au-Pair in den Vereinigten Staaten verbringen. Schnell spürte ich dabei, dass der Luxus, von dem man tagtäglich umgeben ist, als was Selbstverständliches angesehen wird. Für mich persönlich waren diese Erfahrungen in gewisser Weise eine Inspiration, dass dieser materielle Reichtum für mich keinesfalls ein Lebensziel darstellt. Die Teilnahme bei Miakwadang bat mir die Möglichkeit, Menschen zu helfen, denen es bei weitem nicht so gut geht. Außerdem habe ich viele dieser Eindrücke mit nach Hause zu nehmen dürfen und hoffen, auch andere Menschen dafür zu begeistern können.


Benjamin Doplbauer

Im Studium verinnerlichte man uns die große Werthaltigkeit von Kapital und setzt Erfolg oft mit Finanzmittelmaximierung gleich. Leider vermisste ich dabei häufig die soziale Komponente.
Ich habe vor Ort die Jugendlichen in Englisch unterrichtet und mich um den Aufbau eines Mikrokreditsystems bemüht. Die Etablierung eines solchen Systems kann nicht nur Existenzen retten, genderspezifische Erfolge erzielen, sondern auch sozialen Wandel herbeiführen. Ich habe meinen Horizont erweitern können und den Blick über den Tellerrand Europas gewagt. Viel zu oft ärgert man sich über Banalitäten des Alltags und verliert dabei das Wesentliche aus dem Blick: Die große Armut vieler Menschen. Ich glaube, dass mich der Aufenthalt im Sudan für immer prägen wird und habe dadurch den unermesslichen Reichtum unserer Gesellschaft richtig schätzen gelernt.

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