Das Nähprojekt

Credo: Ein Einsatz in der Regenzeit machte deutlich, wie wichtig dieses Projekt ist. Die Notwendigkeit für Kleidung zu sorgen war ein wichtiger Faktor. Denn so manche Lungenentzündung wäre nicht, wenn Kleidung zum Wechseln vorhanden wäre. Da die Frauen und Kinder nur ein Kleidungsstück besitzen, musste das nasse Kleidungstück am Körper trocknen.
Der Wunsch der Frauen: Sich selbst Kleidung anfertigen zu können.
 
Vorbereitung dieses Projektes:
Beginn: 2009 Nähmaschinen wurden gesammelt, restauriert! 20 Stück Tretnähmaschinen wurden von der MIWA für das Projekt kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Nähmaschinen wurden in diesem Jahr mit einem Container in den SüdSudan verschifft.
 
Start 2010:
Am Markt in Khartoum wurden Stoffe, Nähseiden gekauft. Leider mussten wir feststellen dass die original, afrikanischen Stoffe sehr, sehr teuer waren. So erstanden wir uni Baumwollbatist.
Im Dorf: 5 Frauen erlernten das Zuschneiden eines Kleides. Die einzelnen Nähschritte wurden erlernt. Ebenso die Wartung der Nähmaschinen.
Nun konnten Kleider für die Frauen hergestellt werden. Einfache Schnitte für die Kinderkleidung wurden ebenso erprobt.
Ebenso wurden alte Kleidungstücke in Einzelteile zerlegt und wieder neu genäht. Viele Dorfbewohner nutzten die Möglichkeit, sich ihre Kleidung wieder in Ordnung bringen zu lassen. Die Nähmaschinen liefen den ganzen Tag!

Materialbedarf: Stoffe, Nähseide, Nähnadeln, Schere. Maßband, Öl für Maschinen, Keilriemen, Schraubenzieher, Zange, Riemenklipserl
 
Ziel: Fertigen von Kleidung für den Eigenbedarf, Näharbeiten gegen Entgelt, Fertigen von Kleider für den Verkauf.

Jahr 2011/12 Die Nähmaschinen waren immer noch im Einsatz! Die Frauen waren nun in der Lage aus Altem, Neues entstehen zu lassen.
 
Die Frauen die das Nähen in den 4 Wochen erlernten, führten jene Frauen ein, die in dieser Zeit am Feld waren und somit nicht im Dorf waren. Da aber keine Stoffe für die Kleider vorhanden waren, konnten die Frauen die Einschulung nur für Reparatur der Kleidung und nicht  für den neuen Zuschnitt durchführen.
 
Leider war der Erwerb von Baumwollstoff nicht möglich, da an keinem der Märkte Stoff gehandelt wurde. So wurde jener Stoff verwendet, der mit dem Container von Österreich ins Land gebracht wurde. Frauen, die neu waren im Nähprojekt, erlernten das Zuschneiden, das Nähen und die Wartung. Auch Männer waren begeisterte Näher!
 
Materialbedarf: Nähnadeln f. Maschinen, Nähseide, Maßband, Scheren, Öl f. Maschine, Keilriemen, Riemenklipserl, Schraubenzieher, Zange.
 
Ziel: Einkommensmöglichkeit für Frauen!
 
Stoffe, Zubehör, Material für Maschinenwartung.
 
Verantwortliche Frau für das Projekt: Nana Gak übernahm die Wartung der Nähmaschinen und die Koordination.
Diese Dame erhielt 180 südsudanesischen Pfund / € 60.- für den Ankauf von Stoff in Paloich. Dieser Betrag ist kein Microkredit sondern, es diente für die Basisausstattung.  Dieser Stoff wird für Kleider verwendet, die in den Verkauf gehen.

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